May
10
2017

7 Tipps für gute und erfolgreiche Mobile-Marketing-Kampagnen

Mobiles Marketing wird immer wichtiger. Eine einfache Übertragung der Online-Werbung ist aber nicht sinnvoll, die Kampagnen für die mobile Ansprache sollten speziell geplant und umgesetzt werden, damit sie wirken. Die Mobile Intelligence Platform von Bitplaces ist seit mehreren Monaten im Einsatz, dabei konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln. Aus unseren Learnings möchten wir Ihnen in regelmäßigen Abständen ein paar Tipps für Ihre mobilen Kampagnen zur Verfügung stellen. Im ersten Newsletter 7 Tipps für gute und erfolgreiche Mobile-Marketing-Kampagnen:

1. Weniger ist mehr – gezielt statt gestreut
Mobile Kampagnen, die App-Nutzer auf ein Geschäft, Angebot oder Point of Interest (PoI) aufmerksam machen wollen, sollten die Zielgruppe eingrenzen, um eine gute Klickrate (CTR, Click through Rate) und somit erhöhte Aufmerksamkeit zu erreichen. Mit durchdachten Standort-Analytics, also der Messung des Zielgruppenpotentials an den verschiedenen Standorten, sowie Location-Targeting auf Basis der Interessen der App-Nutzer, zeitlichen Eingrenzung und beispielsweise der Ansprache nach einer Verweilzeit, lassen sich in der Nähe des passenden Standorts die entsprechenden Nutzer sehr gezielt erreichen. Damit kann vermieden werden, die für eine Kampagne nicht relevanten Nutzer zu stören. Insbesondere die bereits erwähnte Verweilzeit ist ein hilfreiches Segmentierungskriterium, um passende App-Nutzer zu erreichen. Ein Beispiel: An einem Bahnhof erhöht sich die Klickrate  (Click through Rate), wenn Nutzer erst nach einer bei einer Ansprache mit einer Verweilzeit von wenigen Minuten angesprochen werden. Damit erhalten nur die Wartenden die Kampagnen-Botschaft, nicht die, die es eilig haben und keine Zeit für das Lesen der Nachricht.

2. Den Nutzern Zeit zum Lesen der Botschaft geben
Laufkundschaft sollte in der Nähe, aber nicht zwangsläufig direkt am PoI angesprochen werden. Die Nutzer schauen nicht durchgängig auf ihre Smartphones, sie lesen Kampagnen-Nachrichten in der Regel um einige Minuten versetzt. Würde eine Ansprache direkt am Geschäft erfolgen, ist der Nutzer bereits vorbeigelaufen, wenn er die Nachricht liest. Daher sollte die Zielgruppe innerhalb von Geofence-Radien zwischen 150 bis 350 Metern angesprochen werden, um genug Zeit zu haben, die Nachricht wahrzunehmen und den PoI weiterhin fußläufig erreichen zu können.

3. Mehrere Optionen anbieten
Die Kampagnen, die Nutzer zu einem Point of Interest führen sollen, sollten nahtlos den Zugriff auf die Navigation anbieten. Auch das Anzeigen von weiteren möglichen PoIs unterstützt die Conversion, denn gegebenenfalls ist nicht der Ort in der unmittelbaren Nähe der passende, sondern ein weiterer PoI auf dem Weg oder am Zielort des App-Nutzers.

4. Zeitversetzte Reaktionen ermöglichen
Neben der Orientierung hilft auch Flexibilität, die App-Nutzer richtig abzuholen. Es ist wenig wirksam, auf den Ad-hoc-Effekt zu setzen und zu meinen, dass eine Push-Ansprache zu einer sofortigen Reaktion oder einem Einkauf führt. Es ist viel wichtiger, die richtige Option zu schaffen und App-Nutzern verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen. Wenn das Interesse geweckt ist, wird der Besuch des PoI entsprechend geplant und später ausgeführt. Hierfür ist die Kampagnen-Lifetime in der App-Inbox wichtig.

5. Nachrichten auffindbar in der App belassen
Kampagnen-Nachrichten sollten nicht “flüchtig” sein, sondern in der App verbleiben, damit sie wieder auffindbar sind und später abgerufen werden können. Wenn die Ansprache den User im Augenblick der Nutzung einer App stört, wird die Botschaft nicht wahrgenommen, auch wenn das Angebot interessant gewesen wäre. Damit die Information nicht verloren geht, sollte eine Erinnerung für den Nutzer geschaffen werden, damit er jederzeit zur Nachricht zurückkehren kann, wenn es ihm passt. Die Kampagnen-Lifetime sollte somit nicht zu kurz sein, damit ein App-Nutzer zu einem späteren Zeitpunkt die Nachricht wieder öffnen kann. Sie sollte aber auch nicht zu lang zu sein, damit der Empfänger gezwungen ist, zu reagieren, wenn die Kampagne für ihn interessant ist. Ansonsten kann es passieren, dass sich “Nachrichten-Leichen” in der App sammeln und keinen Neuigkeitswert mehr enthalten. Die Kampagnen sollten besser nach wenigen Tagen beendet werden, eine wiederholte Ansprache ist wirkungsvoller. Diese hat den positiven Effekt, als Erinnerung zu funktionieren. Zielführend ist zudem eine Anpassung des Push-Textes, um das Interesse des App-Nutzers bei einer wiederholten Ansprache zu erhöhen.

6. Bitte nicht stören
Eine Ansprache, die den Prozess der App-Nutzung nicht stört, ist wirksamer und wird besser akzeptiert. Eine gute mobile Push-Kampagne sollte die Elemente Zeit, Ort und Interesse optimal kombinieren. Um die Nutzer nicht zu stören oder gar zu nerven, sollten sich Kampagnen-Manager vorher fragen, wann der richtige Zeitpunkt ist, um an welchem Ort Kunden mit welchen Interessen anzusprechen.

7. Content, Content, Content
Last but not least, der Content ist entscheidend dafür, wie eine Kampagne angenommen wird und ob sie erfolgreich ist. Content is King, man kann es nicht oft genug sagen. Die Zielgenauigkeit, also die Interessen und den Zeitpunkt exakt zu treffen, ist sehr wichtig und wird durch eine hohe Leserate belohnt. Aber der Inhalt ist ausschlaggebend für die Handlung, die App-Nutzer aus der Nachricht ableiten. Eine inhaltlich gute und passende Ansprache, die nicht nervt, wird durch die App-Nutzer letztendlich mit der gewünschten Reaktion belohnt.

Wenn Sie diese Punkte beachten und alle Stellschrauben optimal aufeinander abstimmen, wird sich das auf die Conversion Ihrer Kampagnen auswirken.

Haben Sie Fragen zu diesen Tipps oder wollen Ihre Kampagne optimieren? Sprechen Sie uns an unter marketing@bitplaces.com.